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18.04.2017: Huenfelder Zeitung

Gemeinsam können wir das schaffen

Folmeg Engineering aus Eschwege hat das Unternehmen Schuy übernommen

Der insolvente Abfüllmaschinen-Hersteller Schuy in der Johann-Pülsch-Straße in Hünfeld ist von einem Eschweger Unternehmen übernommen worden. Dessen Geschäftsführer, Udo Folmeg von Folmeg Engineering, blickt nun optimistisch in die Zukunft des weltweit tätigen Betriebs.

Das mittelständische Unternehmen, das Hans Schuy im Jahr 1977 zunächst in einer Doppelgarage in Bachrain mit drei Angestellten gegründet hatte, ist seit 1979 in Hünfeld ansässig. Wurden anfangs gebrauchte Maschinen aufgekauft und in Hünfeld generalüberholt und mit neuester Technologie ausgestattet, bot Schuy ab 1999 dann auch eigene Konstruktionen für die Industrie an.

Die Firma war höchst erfolgreich und investierte in den vergangenen Jahrzehnten mehrmals in neue und größere Produktionshallen. Zu den Kunden zählen unter anderem Hochwald, Danone, Zott und Meggle. Noch 2013 beispielsweise konnte Schuy einen großen Auftrag an Land ziehen und lieferte eine 18-Tonnen-Edelstahl-Maschinen für Joghurt nach Saudi-Arabien. 2016 lag der Exportanteil bei 70 Prozent.

Doch zuletzt ging es dem Unternehmen nicht mehr gut, im vergangenen Jahr musste Insolvenz angemeldet werden.

Doch nun kommt Rettung für die verbliebenen 23 Mitarbeiter: Folmeg Engineering, ein kleines Unternehmen mit 15 Beschäftigten aus Eschwege, hat den Hünfelder Betrieb übernommen. Dieses ist ähnlich aufgestellt wie Schuy und entwickelt ebenfalls Verpackungsanlagen. „Die Schnittmenge zwischen beiden Unternehmen ist groß”, glaubt Geschäftsführer Udo Folmeg. Vor seiner Entscheidung habe er sich keine Bilanzen angesehen, sondern nur die große Bandbreite der Produktionssparten – und sich die Frage gestellt: „Welche Perspektive hat die Hünfelder Firma?” Die Antwort des 53-Jährigen fiel offenbar positiv aus. Er setzt nun auf Synergien zwischen Eschwege und Hünfeld, „damit wir schlagkräftig werden”.

Dabei betont er: „Schuy wird weiterhin selbstständig bleiben. Es gibt keine Verlagerung, der Standort bleibt bestehen.” Die Mitarbeiter der beiden Produktionsstätten sollen künftig eng zusammenarbeiten und beispielsweise gemeinsam im Ausland an Aufträgen arbeiten. Die Qualifikation der Hünfelder itarbeiter sei „hoch und gut”, lobt er und unterstreicht: „Wir brauchen weiterhin Menschen, die bei uns arbeiten wollen. Wir möchten einstellen, denn wir haben viel zu tun.” Die Hünfelder Schuy soll in den kommenden zwei Jahren „stabilisiert” werden, sagt Folmeg. „Das wird sicher keine einfache Zeit, aber gemeinschaftlich können wir das schaffen.”

Quelle: Hünfelder Zeitung 18.04.2017

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